Active Directory bildet in vielen Unternehmen das zentrale Identitäts- und Berechtigungssystem. Benutzerkonten, Gruppenrichtlinien, Server, Arbeitsstationen und zahlreiche weitere Systeme sind eng mit der Domäne verknüpft. Dadurch wird Active Directory häufig zum attraktivsten Ziel eines Angreifers. Wer die Kontrolle über die Domäne erlangt, erhält in der Regel Zugriff auf einen Großteil der Unternehmensumgebung.
Aktuelle Untersuchungen von Incident-Response-Dienstleistern und Sicherheitsbehörden zeigen regelmäßig, dass Angreifer nach einem erfolgreichen Erstzugriff gezielt versuchen, ihre Berechtigungen innerhalb von Active Directory zu erweitern. Die vollständige Übernahme einer Domäne stellt häufig das eigentliche Ziel eines Angriffs dar, da dadurch Systeme verwaltet, Sicherheitsmechanismen umgangen und sensible Daten in großem Umfang kompromittiert werden können.
Über Jahre gewachsene Active-Directory-Umgebungen entwickeln häufig eine erhebliche Komplexität. Neue Benutzergruppen, administrative Ausnahmen, Legacy-Systeme und temporäre Berechtigungen führen dazu, dass die tatsächlichen Berechtigungsstrukturen nur noch schwer nachvollziehbar sind.
Selbst in gut administrierten Umgebungen entstehen dadurch häufig unbeabsichtigte Angriffswege. Einzelne Fehlkonfigurationen mögen für sich betrachtet harmlos erscheinen, können jedoch in Kombination dazu führen, dass ein Angreifer schrittweise höhere Berechtigungen erlangt.
Aus Sicht eines Angreifers ist nicht die einzelne Schwachstelle entscheidend, sondern die Frage, ob sich ein Weg bis zu privilegierten Konten oder kritischen Systemen finden lässt.
Nach dem ersten Zugriff beginnt in der Regel die systematische Analyse der Active-Directory-Umgebung. Angreifer identifizieren Benutzerkonten, Gruppenmitgliedschaften, Vertrauensstellungen, Berechtigungen und administrative Systeme, um mögliche Eskalationspfade zu finden.
Häufig werden dabei Fehlkonfigurationen in Berechtigungen, unsichere Delegierungen, überprivilegierte Konten, veraltete Protokolle oder ungeschützte Anmeldedaten ausgenutzt. Ziel ist es, die eigenen Rechte schrittweise zu erweitern und sich innerhalb der Umgebung weiter auszubreiten.
Besonders gefährlich sind dabei Angriffspfade, die aus mehreren scheinbar unkritischen Konfigurationsfehlern bestehen. Diese bleiben im Tagesgeschäft oft unbemerkt, ermöglichen Angreifern jedoch die vollständige Übernahme der Domäne.
Im Rahmen eines Active-Directory-Pentests analysiere ich die Domäne aus der Perspektive eines Angreifers mit einem gewöhnlichen Benutzerkonto. Dabei untersuche ich unter anderem Berechtigungsstrukturen, Gruppenmitgliedschaften, Delegierungen, Service Accounts, Gruppenrichtlinien, Vertrauensstellungen sowie bekannte Angriffspfade innerhalb der Umgebung.
Darüber hinaus prüfe ich auf typische Schwachstellen wie Kerberoasting, AS-REP Roasting, unsichere ACLs, Delegationsfehler, schwache Passwortkonfigurationen, privilegierte Gruppenmitgliedschaften, Credential Exposure und weitere Risiken, die zur Rechteausweitung oder Domänenübernahme führen können.
Besonderes Augenmerk liegt dabei auf tatsächlichen Eskalationspfaden und nicht auf einzelnen technischen Auffälligkeiten.
Ein Active-Directory-Pentest beschränkt sich nicht auf die Identifikation einzelner Fehlkonfigurationen. Entscheidend ist die Frage, welche Auswirkungen diese Schwachstellen in Kombination haben.
Eine scheinbar unkritische Berechtigung kann beispielsweise dazu führen, dass ein Service Account übernommen wird. Dieser ermöglicht wiederum Zugriff auf weitere Systeme, aus denen zusätzliche Anmeldedaten extrahiert werden können. Erst durch die Verkettung mehrerer Schritte entsteht der tatsächliche Angriffsweg.
Genau diese Perspektive unterscheidet einen Pentest von einer reinen Bestandsaufnahme oder Konfigurationsanalyse.
Nach Abschluss des Projekts erhalten Sie einen strukturierten Bericht mit einer Übersicht identifizierter Risiken, nachvollziehbaren Angriffspfaden und konkreten Handlungsempfehlungen zur Härtung Ihrer Active-Directory-Umgebung.
Neben einzelnen Schwachstellen dokumentiere ich insbesondere mögliche Eskalationspfade und deren Auswirkungen auf die Sicherheit der gesamten Domäne. Dadurch erhalten Sie eine klare Priorisierung der Maßnahmen und ein realistisches Bild darüber, wie widerstandsfähig Ihre Active-Directory-Infrastruktur gegenüber modernen Angriffen ist.
Für Anfragen oder Terminabstimmungen erreichen Sie mich unter: info@pb-sec.ch
Ich empfehle ausdrücklich, keine vertraulichen Informationen in der Kontakt-E-Mail zu übermitteln, die Rückschlüsse auf die interne Struktur Ihres Unternehmens zulassen. Detaillierte Informationen zu den Rahmenbedingungen können wir gerne in einem persönlichen Gespräch klären.